Häufig gestellte Fragen und Antworten zum Olivenöl:

1. Frage
Darf ich Olivenöl überhaupt erhitzen und eignen sich Olivenöle zum Kochen bzw. Braten, Schmoren und Dünsten?
Anwort
Vielfach wird Olivenöl für Salate, zum Einlegen in der kalten Küche oder als Beilage sicher verwendet.
Unbestritten ist, daß gerade diese exklusiven Öle besonders schonend und aufwendig hergestellt wurden. Durch ein starkes Erhitzen verlieren Sie natürlich an Geschmack und wertvollen Inhaltsstoffen .
Oft sind Menschen hierzulande verunsichert im Umgang mit dem Olivenöl zum Kochen. Es wird angenommen das Olivenöl zerfällt beim Braten oder schlimmer noch es entwickelt gesundheitsschädliche Nebeneigenschaften.
In den südeuropäischen Ländern und Mittelmeerländern wird Olivenöl seit jeher zum schonenden Braten, Dünsten und Schmoren benutzt. Nur gerade hierzulande werden zum Kochen eher andere Fette verwendet.

Wird die Temperatur zwischen ca. 130 und ca. 170 C gehalten bestehen bei dieser Verwendung keinerlei gesundheitliche Bedenken.

Lassen Sie uns das Olivenöl mal von seiner Zusammensetzung betrachten.
Es besitzt einen hohen Anteil an einfachungesättigten Fettsäuren, die beim Erhitzen wesentlich wiederstandsfähiger gegenüber Zerfallprozessen sind, als ein hoher Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren wie z.B. In Kokosfett oder Butter.
Also besitzt ein Fett bzw. Öl einen hohen Anteil einfach ungesättigter Fettsäuren darf es nicht nur erhitzt werden, es eignet sich sogar besonders zum schonenden Braten, Dünsten und Schmoren. Als zusätzliches positives Merkmal behält es seine gesunden Eigenschaften.

Geschmacklich kann hochwertiges Olivenöl mit seinem Aroma gerade beim schonenden Braten, Dünsten und Schmoren dem Gericht einen harmonischen Akzent vergeben.
Allerdings sollte die Auswahl des Öles bei der Vielfalt der Aromen den individuellen eigenen Vorlieben geschuldet werden.

2. Frage
Warum gibt es grüne und schwarze Oliven, wann sind die Oliven reif?
Antwort

Jede Olive ist am Beginn ihres Wachstumsprozesses grün und entwickelt sich im Laufe des Reifeprozesses über eine violette bis dunkelviolette Färbung bis zur vollständigen Reife zur schwarzen Olive (» eine Olivenauswahl findet sich im Shop).  Abhängig von der Anbauregion liegt die Erntezeit der Oliven von Oktober bis März.

3. Frage
Welche Bedeutung hat die Kennzeichnung "kaltgepresst" und "erste Pressung" ?
Antwort
In der Vergangenheit wurden die hydraulischen Ölpressen noch mit der Hand oder mit tierischer Kraft in Gang gesetzt. Die zweite Pressung erfolgte, oft auch mit Hilfe von warmem Wasser, um die Ergiebigkeit zu erhöhen.
Die Begriffe "kaltgepresst" und "erste Pressung" stammen aus dieser vergangenen Zeit.
Heutzutage ist diese Differenzierung nicht mehr erforderlich. Es gibt nur noch eine einzige kalte Pressung.
Es ist ab dem 01.11.2003 gesetzlich bestimmt, dass das Wort "kaltgepresst" nur noch bei Pressprozessen unter 27°C genutzt werden darf. Diese Kennzeichnungen sollen den Wert des Produktes unterstreichen.
Augenblicklich existieren für das eigentliche Extrahieren drei Systeme, um das Olivenöl zu erhalten :
- s.o. Hydraulische Pressen (mit der Tendenz, vom Markt zu verschwinden)
- Das kontinuierliche System der drei Phasen oder Ausgänge
- Das kontinuierliche System der zwei Phasen (ökologisch) und ohne die Produktion von verfärbtem Wasser (Öl-Wasser-Gemisch)
eine Auswahl extra nativer Olivenöle findet sich hier)

4. Frage
Wie lange ist Olivenöl haltbar?
Antwort
Olivenöl ist ein “lebendiges” Produkt. Um seine Frische und Integrität zu erhalten, muss es von exzessiver Hitze, der Luft, von Feuchtigkeit und vor allem dem Licht ferngehalten werden. Auf Grundlage der Fettzusammensetzung ist Olivenöl sehr lange, d.h. bei richtiger Lagerung (dunkel und kühl) mindestens 18 Monate haltbar.

5. Frage
Welche Bedeutung haben die unterschiedlichen Farbvarianten (goldgelb bis grün) bei Olivenöl?
Antwort
Obgleich die Farbe nicht in die geschmackliche Beurteilung mit einfließt, umfassen die Farben des Olivenöls eine große Vielfalt.
Allgemein entsprechen goldgelbe Tönungen süßen Olivenölen, gewonnen aus reifen Oliven später Ernten. Gelbgrüne Töne sind den fruchtigen Olivenölen eigen.
Sie sind ein wenig bitter und werden aus Oliven gewonnen, die noch nicht ihre volle Reife erreicht haben.
Die Färbung wird durch die in den Oliven enthaltenen Substanzen bestimmt.
Bei grünem Olivenöl herrscht das grüne Chlorophyll vor, beim goldgelbem das Karotin.

6. Frage
Darf Olivenöl gemischt, d.h. verschnitten werden?
Antwort
Native Olivenöle dürfen miteinander zu einer bestimmten Geschmacksvariante gemischt werden.
Das Mischen mit anderen Güteklassen (Olivenöl, Oliventresteröl) ist nicht gestattet.
In den nördlichen EU-Staaten ist auch das Verschneiden mit anderen Pflanzenölen erlaubt.
Bei diesen gemischten Ölen ist zukünftig der prozentuale Anteil von Olivenöl und die exakte Güteklasse auf dem Gebinde anzugeben.

7. Frage
Was bedeutet die Angabe des Säuregrad 0,2º oder 0,7º?
Antwort
Die Qualitätskriterien, die normalerweise auf Natives Olivenöl angewandt werden, umfassen unter anderem auch
chemische Parameter, wie etwa den Säuregrad.
Demnach ist der Säuregrad ein Qualitätskriterium unter anderen. Ein Olivenöl Nativ Extra mit geringer Säure ist ein gesundes Produkt, entwickelt unter optimalen Bedingungen im gesamten Erzeugungsprozess. Die Gradangabe der Säure eines Olivenöls ist eine Zahl zur Klassifizierung, hat jedoch keinerlei Beziehung zum Geschmack.

8. Frage
Kann ich Olivenöl auch im Kühlschrank aufbewahren?
Antwort
Angebrochene Flaschen Olivenöl können auch im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Das Olivenöl flockt dann bei Kälte aus. Die Olivenölqualität bleibt gleich.
Bei Zimmertemperatur (ca 19º Grad) wird das Olivenöl wieder flüssig und gewinnt seine ursprüngliche Konsistenz zurück.

9. Frage
Wie lagere ich Olivenöl richtig?
Antwort
Olivenöl sollte kühl, vor Sonneneinstrahlung und Hitze geschützt werden.
Die gesunden Bestandteile des Olivenöls werden so vor vorschneller Alterung bewahrt.
Das Olivenöl bleibt bei korrekter Lagerung länger haltbar, wohlschmeckend und gesundheitsfördernd.

10. Frage
Warum ist mein Olivenöl trüb und bildet nach längerer Standzeit einen Bodensatz?
Die meisten Produzenten hochwertiger Olivenöle, wie Figueirinha, filtern ihr Öl nach der Produktion mittels eines feinmaschigen Metallsiebs.

Das extra native Olivenöl wird anschließend in großen Stahltanks gelagert. Dort setzen sich die verbleibenden Schwebstoffe (kleinste Fruchtpartikel der Oliven) langsam am Grund ab. Durch dieses Verfahren behält das Olivenöl seine geschmacksindentifizierende Merkmale durch die verwendeten Oliven bei, außerdem verbleibt so in diesem Ölivenöl ein hoher Anteil an Antioxidantien (helfen vorbeugend gegen Krebserkrankungen).
Die Trübung des Olivenöls durch die kleinsten Olivenfruchtpartikelchen kommt der "Naturtrübung" eines Obstsaftes gleich.

Nach längerer Standzeit fallen die Fruchtfleischpartikelchen zu Boden und bilden einen  Bodensatz aus Olivenfruchtfleischpartikelchen. Dieser Bodensatz ist ein Indikator für die hohe Qualität des extra nativen Olivenöles von Montaña de Piedra Premium (mehr zu Montaña de Piedra Premium extra nativem Olivenöl).





 
 



zurück